Nachhaltigkeit

1. Problemlage

Es ist unumgänglich, dass wir Menschen unser Wirtschaften nachhaltig machen. Das gebietet die Verantwortung gegenüber nachfolgenden Generationen und gegenüber der Natur, die unsere Lebensgrundlage ist.

Leider achten Konsumenten und Politik noch viel zu wenig darauf, die notwendigen Veränderungen einzuleiten. Schon ein Handy verursacht Apple zufolge allein 80 KG an CO2 Emissionen. Der weltweite Flugverkehr, aber auch der Fleischverzehr gehören indes zu den Hauptverursachern der globalen Klimaveränderung. Vielfach ist uns gar nicht bewusst, wie wenig nachhaltig unsere Konsumgewohnheiten noch sind. Etwa bei Textilien aus "sweatshops" in China, Plastikverpackungen im Paketversand oder der Stromverbrauch von Bitcoins.

Nachhaltigkeit ohne klare Regeln umzusetzen ist schwierig. Die Politik ist gefragt. Denn die - oft sehr verantwortungsvollen - Beiträge von wenigen aufgeklärten Konsumenten, halten den weltweiten Zuwachs des nicht nachhaltigen Konsums leider nicht auf. Das ist ein großes generelles Problem: Auch viele idealistisch denkende Menschen können das Endergebnis leider nicht entscheidend beeinflussen, wenn es zu viele Menschen gibt, die anders handeln.

Beispiel 1: Es hat immer friedliche Menschen gegeben, dennoch sterben über die Jahrhunderte hinweg immer mehr Menschen an Kriegen.

Beispiel 2: Es hat immerzu Menschen gegeben, die nicht gejagt haben und sich ausschließlich pflanzlich ernährt haben, dennoch haben wir Menschen unzählige Wildtiere völlig ausgerottet und halten immer mehr Kühe auf ethisch bedenkliche Weise.

2. Lösungsansätze und Schwierigkeiten

Der wichtigste Impuls muss aus der Politik kommen, weil durch staatliche Institutionen 1) ein allgemein akzeptierter Entscheidungsprozess herbeigeführt werden und 2) eine bestmöglich Kontrolle der Umsetzung erfolgen kann. Hier ergibt sich das Problem internationaler Abstimmung von hunderten von Staaten der Erde.

Wenn einzelne Konsumenten unterstützende Impulse setzen, verkleinert das zwar nicht den "Gesamtimpact" der Menschheit, sorgt aber möglicherweise für ein besseres Gewissen und Handeln der hier aktiven Konsumenten. Doch kann es passieren, dass an manchen Stellen besonders auf Nachhaltigkeit geachtet wird, dabei aber an anderer Stelle Nachhaltigkeitsaspekte vernachlässigt werden. Das hilft dann nicht viel weiter.

Auch und gerade Unternehmen müssen ihren Beitrag zu einer nachhaltigeren Wirtschaft leisten. Auch deren Investoren haben einen Einfluss, da sie auf Hauptversammlungen ihr Stimmrecht ausüben und über Eigenkapitalanteile auf die Führung einwirken können. Besonders die Öffentlichkeit kann auf relevante Unternehmensentscheidungen einwirken. Bei der Nachhaltigkeit von Unternehmen ergibt sich jedoch ein ähnliches Problem wie bei einzelnen Konsumenten. Auch hier werden oft nicht alle wichtigen Aspekte gleichermaßen beachtet.

Selbst Nachhaltigkeitsratigs bzw. ESG-Kriterien kommen zu völlig unterschiedlichen - teils kaum nachvollziehbaren - Ergebnissen. So wurde beispielsweise das Unternehmen Verbio (das zeitweise einen hohen Anteil im Velten Strategie Deutschland Fonds hatte) von einer Ratingagentur als sehr schlechte Nachhaltigkeitsposition angesehen. Das ist allerdings wenig schlüssig. Verbio stellt zwar Benzin her, das aber aus Stroh.

Wenn Konsumenten, internationale Politik und Unternehmen an einem Strang ziehen, kann Veränderung gelingen. Unsere Gesellschaft, bzw. unsere internationalen Gesellschaften müssen Standards setzen. Es muss klar sein, was Nachhaltigkeit überhaupt ist, damit sie effektiv umgesetzt werden kann und das Bemühen Einzelner nicht völlig verpufft oder wichtige Aspekte durch Unkenntnis außer Acht lässt.

3. Unser Beitrag

Velten Asset Management ist der Wissenschaftlichkeit verpflichtet. Solange die unterschiedlichen Nachhaltigkeitsratings nicht wissenschaftlichen Standards entsprechen, z.B. widerspruchsfrei sind, würde deren Berücksichtigung keine tatsächlichen Effekte erwarten lassen.

Wir setzen derzeit nur auf die wirtschaftliche Nachhaltigkeit des Unternehmensgewinns, für die wir eigene Kriterien entwickelt haben, und die häufig mit anderen Nachhaltigkeitskriterien einhergeht. Im Ergebnis handelt es sich überwiegend um sehr fortschrittliche Unternehmen, die einen besonderen Fokus auf Nachhaltigkeit setzen (derzeit z.B. Centrotec Sustainable).

Der von uns beratene Fonds investiert außerdem in deutsche Unternehmen, die weltweit relativ hohe gesetzliche Standards erfüllen und im Licht einer besonders kritischen Öffentlichkeit stehen. Das ist bei ausländischen, z.B. chinesischen, Unternehmen oft weniger der Fall.

Unser Unternehmen selbst verursacht als Spezialdienstleister sehr wenig CO2, zumal wir auf Inlandsflüge verzichten und unsere Unternehmensanalysen fernmündlich und digital durchführen. Wir legen wir Wert auf Ehrlichkeit, Menschlichkeit und Leistung und gewichten diese Faktoren gegenüber aufwändiger Repräsentanz weit über. Die Ausrichtung als Familienunternehmen bedingt höhere soziale Standards: Die Velten Asset Management GmbH hat ihren Sitz hierzulande, arbeitet nur mit inländischen Partnern zusammen und zahlt ebenso wie ihr geschäftsführender Alleingesellschafter in Deutschland Steuern. Unsere Beziehungen zu Umwelt, Mitarbeitern und Investoren sind auf Langfristigkeit und beidseitigem Nutzen ausgerichtet.

Die Velten Asset Management wird Ihr Nachhaltigkeitsengagement verstärken und darüber an dieser Stelle berichten.